
Die Arthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung und eines der häufigsten Gelenkprobleme. Sie entsteht vor allem infolge eines Missverhältnisses zwischen Beanspruchung und Leistungsfähigkeit der betroffenen Gelenke. Bei weitem am häufigsten betroffen sind die Knie und die Hüfte. Relativ selten ist dagegen die Fuß- und Handgelenk-Arthrose und sehr selten ist die Arthrose im Schultergelenk.
Arthrose kann man in drei Phasen einteilen:
 |
 |
Bei stummer Arthrose wird eine Arthrose durch Röntgen zwar gefunden, doch treten noch keine Beschwerden bei den Patienten auf. |
 |
 |
Manifeste Arthrose zeichnet sich durch phasenweise heftige Schmerzen in den betroffenen Gelenken sowie Schwellungen und Muskelverspannungen auf, die Bewegung ist eingeschränkt. |
 |
 |
In der aktivierten Arthrose kommt es häufig auf Grund einer Überbelastung zu Entzündungen im Gelenk. Diese führen zu Schwellungen, Überwärmung und manchmal auch Gelenkergüssen. Des Weiteren lassen sich bereits knöcherne Vorsprünge erfühlen, auch kann gelegentliches Knacken und Knirschen vernommen werden. Häufig verkleinert sich der Gelenkspalt, so dass die Bänder für das nun kleinere Gelenk zu lang werden und der Halt nachlässt. Die Folge: Ein instabiles Gelenk, das auch zu einer Verformung des Gelenkes (Deformation) führen kann. |
 |
Wie erkenne ich diese Krankheit?
Welche Ursachen hat diese Krankheit?
Wie entsteht diese Krankheit?
Wie wird diese Krankheit festgestellt?
Wo kann Arthrose auftreten?
Wie wird diese Krankheit behandelt?
Wie erkenne ich diese Krankheit?
(Je nach Arthrosestadium)
 |
 |
Anfangs Spannungsgefühl und Steifigkeit in den betroffenen Gelenken, dann Belastungsschmerz bis hin zum Dauerschmerz. |
 |
 |
Gelenkgeräusche |
 |
 |
Instabilität der betroffenen Gelenke |
 |
 |
Fehlstellungen |
 |
 |
Muskelrückbildung |
 |
 |
Schwellungen, Überwärmung, Gelenkergüsse (bei aktivierter Arthrose) |
 |

Welche Ursachen hat diese Krankheit?
Arthrose hat unterschiedliche Ursachen und kann so auch die unterschiedlichsten Patienten jeder Altersklasse betreffen. Zu den häufigsten Ursachen zählen:
 |
 |
Fehlbelastungen (z.B. beim Gehen, Tragen von Gegenständen, bei bestimmten Sportarten, etc.) |
 |
 |
Übergewicht |
 |
 |
altersbedingter Verschleiß |
 |
 |
mangelnde Bewegung (führt zur Unterversorgung des Knorpelgewebes) |
 |
 |
verminderte Östrogenproduktion bei Frauen nach der Menopause |
 |
 |
Vererbung (genetische Faktoren) |
 |
 |
Stoffwechselerkrankungen |
 |
 |
Mangel an Nährstoffen auf Grund einseitiger und unausgewogener Ernährung |
 |
Wie entsteht diese Krankheit?
Die Knorpel in unseren Gelenken dienen als "Stoßdämpfer" zwischen den Knochen. Bei Arthrose-Patienten nutzen sich die Knorpel ab. Stöße und Belastungen können dann nur noch schlecht oder gar nicht mehr abgefedert werden. Zudem können aufgefaserte und abgesplitterte Knorpelstückchen im Gelenk Entzündungen auslösen (aktivierte Arthrose). Bei Arthrose handelt es sich um einen schleichenden Prozess, der bis zum kompletten Verlust der Knorpelschicht führen kann. Die Heftigkeit der Schmerzen hängt meist von der Phase ab, in der sich die Arthrose befindet. Allerdings stimmen die Schäden, die im Röntgenbild gesehen werden können, nicht immer mit der Stärke der Beschwerden überein!
Wie wird diese Krankheit festgestellt?
Da Gelenkerkrankungen bei Krankheitsbeginn nicht immer schmerzhaft sind, ist es nicht einfach, Arthrose in der Anfangsphase zu erkennen. Manchmal treten Beschwerden erst Jahre oder Jahrzehnte später auf. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass bei 10 - 40 % der Patienten ab 40 Jahren und bei 70 % der Patienten ab 70 Jahren Arthrose vorliegt. Aber nicht alle leiden an den arthrosetypischen Beschwerden. Daher wird eine beginnende Arthrose oft nur zufällig bei Röntgenuntersuchungen entdeckt.
Wo kann Arthrose auftreten?
Arthrose kann unterschiedliche Körpergelenke befallen. Am häufigsten tritt Arthrose an den Knie- und Hüftgelenken auf. Anfängliche Anlaufschmerzen und Steifheit sowie spätere Belastungsschmerzen und Schmerzen im Ruhezustand gehören dann zu den bekanntesten Beschwerden. Weniger häufig tritt die Arthrose in Hand- und Fußgelenken auf. Hier zeichnet sich der Verschleiß durch schlecht zuzuordnende Schmerzen und deutliche Bewegungseinschränkungen aus. Plötzlich starke Schmerzen im Schultergelenk sowie Schwierigkeiten beim Tragen von schweren Taschen und Gepäck können ein Anzeichen für Schulterarthrose sein.

Wie wird diese Krankheit behandelt?
Eine Heilung der Arthrose ist nicht möglich. Dennoch kann man selbst einiges tun, um einem Fortschreiten der Gelenkkrankheit vorzubeugen. Hierzu zählen vor allem im Anfangsstadium ausreichend gelenkschonender Sport, wie z. B. Schwimmen, Walking oder Radfahren. Auch eine mit dem Arzt abgesprochene ausgewogene Ernährung und ein gesundes Körpergewicht können sich günstig auf eine Arthrose auswirken. Außerdem sollten Sie viel Flüssigkeit trinken - ca. 2 - 3 l Wasser pro Tag benötigt ein Erwachsener, um seinen Wasserhaushalt auszugleichen. Zudem sollten Sie Nässe und Kälte meiden, da diese Schmerzattacken auslösen können.
Regelmäßige Kräftigungsübungen und Krankengymnastik helfen Ihnen dabei, beweglicher und schmerzfreier zu werden (Beispiele zu Übungsbewegungen). Durch gestärkte Muskeln im Gelenkbereich werden die Gelenke geschont und Bewegungsverlust und Steifheit vorgebeugt. So kann ein gekräftigter und trainierter Oberschenkelmuskel das Kniegelenk bei Gonarthrose entlasten. Alltägliche Bewegungen werden so erleichtert. Ihr Arzt kann Ihnen geeignete Sportarten nennen, die für die bestimmten Stadien der Arthrose geeignet sind.
Generell kann der Einsatz von Wärme Schmerz und Steifheit lindern (z.B. Bäder, Elektrothermotherapie), wohingegen bei einer aktivierten Arthrose eine Kältetherapie hilfreich sein kann.
Sie sehen also: Vieles können Sie selbst gegen Arthrose tun. Sollten Ihre Beschwerden allerdings ungewohnt heftig sein oder sich das Beschwerdebild verschlechtern, kann Ihr Arzt Ihnen eine geeignete Therapie empfehlen.
Trotz aller Vorsorge und Vorsicht kann es hin und wieder zu akuten Schmerzen kommen, die man schnell und wirksam bekämpfen möchte. Hier können übliche Schmerzmittel (z.B. ASS, Diclofenac, Ibuprofen) helfen. Speziell gegen leichte bis mäßig starke Schmerzen bei bekanntem Gelenkverschleiß wirkt Dolormin® GS mit Naproxen. Der schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkstoff Naproxen dringt zum Schmerz vor und nimmt die Beschwerden bis zu 12 Stunden.
Weitere Informationen zu Dolormin® GS mit Naproxen
erhalten Sie hier.


|