Glossar

Autoimmunkrankheit Eine Krankheit, die durch ein überaktives Immunsystem gekennzeichnet ist. Der Körper kann nicht mehr zwischen körpereigenen und körperfremden Strukturen unterscheiden und greift körpereigene Gewebe an. Die Folge: Entzündungen und auch Funktionsbeeinträchtigungen der betroffenen Organe, wie z. B. Rheuma
Analgetika, Analgetikum Schmerzstillendes bzw. schmerzlinderndes Arzneimittel. Sogenannte kleine A. werden vor allem bei leichten bis mäßig starken Schmerzen eingesetzt. Sie hemmen Botenstoffe, die eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Schmerzen, Fieber und Entzündungen aufweisen. Deshalb wirken sie auch fiebersenkend. Zentral wirksame A. (Opiate) beeinflussen die Schmerzweiterleitung direkt im Gehirn. Sie werden vor allem gegen sehr starke Schmerzen eingesetzt.
Colchicin Pflanzlicher Wirkstoff der Herbstzeitlose. Medikament zur Therapie bzw. Vorbeugung eines Gichtanfalles (entzündungshemmend, schmerzlindernd).
Chronifizierung Eigenschaft von Schmerzen und anderen Beschwerden, nicht mehr vollständig zu verschwinden, sondern lange Zeit bestehen zu bleiben.
Diagnose Feststellung einer Krankheit bzw. Verletzung auf Grund von Beschwerden, körperlicher Untersuchung, Laborwerten.
Distorsion medizinischer Fachbegriff, unter dem die umgangssprachlichen Begriffe Zerrung, Verstauchung und Verrenkung zusammengefasst werden. Die Distorsion besteht in einer Überdehnung der gelenknahen Bänder, wenn ein Gelenk vorübergehend seine normale Position verlässt.
Erkältung Die Erkältung oder auch der grippale Infekt ist eine akute Infektionskrankheit der Nasen-, Hals- und Bronchialschleimhäute, die in erster Linie von Viren, manchmal zusätzlich auch von Bakterien verursacht wird.
Entzündung Eine Abwehrreaktion des Körpers: Treten Krankheitserreger in den Körper ein, schüttet das Immunsystem Botenstoffe aus. Dies führt z. B. zu einer Verengung der feinen Blutgefäße, später zu einer Erweiterung mit Schwellung, Rötung und Überwärmung: Das Gewebe ist entzündet. Dies kann zu Schmerzen und Funktionsstörungen führen.
Grippaler Infekt Der grippale Infekt ist eine Erkältungserkrankung, die durch Viren ausgelöst wird. Fälschlicherweise nennt der Volksmund einen grippalen Infekt gern „Grippe“.
Grund- und Mittelgelenke Sind die beiden handflächen-nächsten Gelenke der Finger- , oder im Falle der Zehengelenke, die nahesten an der Fußfläche.
Gelenkkapsel Die Gelenkkapsel umschließt das Gelenk.
Gelenkinnenhaut Die Gelenkinnenhaut befindet sich im Innern der Gelenkkapsel. Bei einer Arthritis ist sie entzündet.
Gelenkkopf Der Gelenkkopf passt in die Gelenkpfanne wie die Faust in die andere Handfläche. Beide sind mit einer Knorpelschicht ausgekleidet.
Gelenkpfanne Der Gelenkkopf passt in die Gelenkpfanne wie die Faust in die andere Handfläche. Beide sind mit einer Knorpelschicht ausgekleidet.
Grippe Influenza oder „echte“ Grippe ist eine Virusinfektion, die größtenteils durch Tröpfcheninfektion und Hautkontakt übertragen wird. Der Krankheitsbeginn tritt in der Regel plötzlich und schnell auf. Fieber, Schnupfen, Husten und ein ermattetes Körpergefühl mit Hautspannung sind die begleitenden Symptome der Grippe und können sich zum Teil über längere Zeit hinziehen.
Gelenkempyem Ein vereitertes Gelenk (von griechisch „Empyem“ = Eiteransammlung in Hohlorganen)
Gelenkhöhle (Cavum articulare, intraartikulärer Raum) Der gesamte, mit Gelenkflüssigkeit (Synovia) gefüllte Innenraum eines Gelenks, welcher von der Gelenkkapsel eingeschlossen ist.
genetische Faktoren Faktoren, wie Augenfarbe, aber auch Krankheiten, die durch Vererbung an die Nachkommen weitergeben werden.
Gelenkerguss Rheumatische Erkrankungen, Verletzungen oder Fehlbelastungen können zu einer Ansammlung von Flüssigkeit oder Blut in der Gelenkkapsel führen. Diese Ansammlung nennt man Gelenkerguss.
Harnsäure Wird vom Körper durch Abbau der Nahrung (Eiweiß) gebildet und normalerweise im Urin ausgeschieden. Erhöhte Harnsäurespiegel im Blut können Gichtanfälle auslösen.
Hämatom Bluterguss, kann äußerlich sichtbar sein („blauer Fleck“), oder sich in einem Muskel oder anderen Weichteil befinden.
Ibuprofen Ibuprofen ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Schmerz- und Entzündungshemmer, der zur Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Fieber eingesetzt wird.
Immunabwehr Abwehr von Krankheitserregern durch den Körper. Die Immunabwehr ist ein äußerst komplexer Vorgang und kann spezifisch (auf den Krankheitserreger abgestimmt) oder unspezifisch (allgemeine Abwehrfunktionen: z.B. Niesen, Husten) ablaufen.
Knorpel Knorpelschichten befinden sich in den Gelenken und bestehen sowohl aus druck- als auch biegungselastischem, gefäßarmem Gewebe. Gesunde Knorpel ermöglichen einen reibungslosen Bewegungsablauf. Ein Verschleiß der Knorpel kann zu Bewegungseinschränkungen, Schmerzen und nicht zuletzt zu Gelenkverschleiß führen.
Kortikoide Körpereigene Hormone, die bei der Behandlung von entzündlichen Krankheiten (z.B. Rheuma) eingesetzt werden können.
Lysin Lysin ist eine natürliche Aminosäure. Lysin hilft als Wirkstoffbeschleuniger, den Wirkstoff Ibuprofen schneller aufzulösen. Er gelangt so schneller in den Blutkreislauf und kann dadurch schneller wirken.
Menisken, Meniskus Die Menisken bestehen aus Knorpel und funktionieren zusammen mit den Knorpelschichten, mit denen die Gelenkknochen überzogen sind, wie ein Stoßdämpfer. Sie verleihen dem Gelenk Stabilität.
Muskeltonus Spannungszustand eines Muskels, erhöht bei Verspannungen und Muskelkrämpfen.
Naproxen Naproxen ist ein entzündungshemmender Wirkstoff, gegen leichte bis mittelstarke Schmerzen (z. B. bei Arthroseschmerzen). Er zeichnet sich besonders durch seine lange Wirkdauer (bis zu 12h) aus.
Nichtsteroidale Antirheumatika Kortisonfreie Entzündungshemmer. Schmerzmittel.
Orthopäde Facharzt, der sich mit der Behandlung angeborener oder erworbener Fehler bei Bewegungsorganen (Knochen, Gelenke, Muskeln) befasst.
Osteoporose Knochenschwund. Bei Osteoporose werden die Knochen instabil, so dass sie z.T. ohne äußere Einwirkung brechen können. Risikofaktoren für Osteoporose sind Alter, Langzeitbehandlung mit Kortison und Bewegungsmangel.
Östrogen, Östrogene Weibliche Geschlechtshormone, besonders wichtig im weiblichen Monats-Zyklus. In der Pubertät bewirken sie die Ausbildung der typischen weiblichen Geschlechtsmerkmale (Brust, hohe Stimme und weibliches Behaarungs- und Fettverteilungsmuster). Zudem stimulieren Östrogene die Knochenreifung und senken den Cholesterinspiegel. Auch der männliche Körper bildet in geringen Mengen Östrogene.
Pilze Mikroskopisch kleine Organismen, die Körpergewebe befallen und so zu Entzündungen führen können.
Pseudoradikulär nicht von den Nervenwurzeln der Wirbelsäule ausgehend
purinhaltige Nahrungsmittel
  • Fleisch (Schwein, Rind, Kalb, Geflügel, Wild), Fleischextrakt, Wurstwaren
  • Innereien, Herz, Kalbsbries, Hirn, Leber, Niere, Zunge
  • Fisch, vor allem geräucherter Fisch, Fischkonserven, Sardellen, Meeresfrüchte, und andere kleinere Fische. Große Fische sind weniger purinhaltig.
  • Hülsenfrüchte, weiße Bohnen, Erbsen, Linsen,
  • Spargel
  • Pilze
  • Mayonnaise
  • Nüsse (vor allem Erdnüsse, die außerdem noch unglaublich fetthaltig sind). Tipp: Entfernen Sie von gebratenen Fischen und Geflügel immer die Haut.
Purin Purin wird aus Nahrungs-Eiweiß im Körper gebildet. Es kann im Körper zu Harnsäure umgebaut werden. Nehmen Gichtpatienten viele purinhaltige Nahrungsmittel zu sich, steigt die Konzentration der Harnsäure im Blut.
Rezidivierend in Abständen wiederkehrend.
Rezidiv: Krankheitsrückfall.
Radikulär von den Nervenwurzeln ausgehend, die aus dem Wirbelkanal austreten
Röntgenbild Eine mit Hilfe von sogenannten Röntgenstrahlen erstellte Abbildung. Diese Strahlen wurden von dem deutschen Physiker Wilhelm Conrad Röntgen 1895 zufällig entdeckt. Auf dem Bild sieht man weiches Gewebe (Fett, Muskeln, Haut) nur schlecht. Hartes Gewebe wie Knochen und Knorpel sind als weiße Schatten gut zu erkennen.
Rheumaknoten Unter der Haut gelegene, verschiebbare Knötchen z.B. an den Fingern bei Rheumatoider Arthritis.Sie haben normalerweise keinen direkten Krankheitswert, können sich aber durch äußere Druckeinwirkung schmerzhaft entzünden. Warum diese Knoten entstehen ist immer noch unklar, man vermutet aber Verletzungen kleinster Gefäße als Ursache.
Rheumatologe Facharzt, der sich mit rheumatischen Erkrankungen befasst
Rheumafaktor Der Rheumafaktor ist ein Eiweiß, das bei Rheumatoider Arhtritis im Blut nachgewiesen werden kann. Ein vorhandener (positiver) Rheumafaktor macht Rheuma wahrscheinlicher, beweist es aber nicht. Ist der Rheumafaktor nicht vorhanden (negativer Rheumafaktor) kann man Rheuma nicht ausschließen, es ist aber unwahrscheinlicher.
Staphylokokken Staphylokokken sind kleine, in Haufen oder traubenförmig angeordnete Bakterien, die ein Gift (Toxin) produzieren und so akute Entzündungen hervorrufen können.
Symptome Charakteristische Zeichen und Beschwerden, die man zur Feststellung einer Krankheit heranzieht (z.B. Rötungen, Schmerzen in einem bestimmten Bereich, einer bestimmten Stärke,...)
Stoffwechselstörung Eine erworbene oder geerbte krankhafte Veränderung von Stoffwechsel-Abläufen im Körper. Gicht kann z.B. aufgrund einer Harnstoffwechselstörung entstehen.
Trauma Körperliche oder seelische Verletzung bzw. Wunde.
Urikostatika z.B. Allopurinol, hemmen die Bildung von Harnsäure.
Verschleiß Die Abnutzung z. B. eines Gelenkes. Durch Reibung des Gelenkkopfes und der Gelenkpfanne wird die als Puffer dienende Knorpelschicht dazwischen abgenutzt und nicht mehr nachgebildet.
Zytokine Zytokine sind von körpereigenen Zellen produzierte Botenstoffe des Immunsystems. Sie spielen z.B. eine wichtige Rolle bei Entzündungen.

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