Schmerzen haben viele Gesichter

Jeden Menschen trifft es im Laufe eines Lebens in unterschiedlichen Formen: Schmerzen. Kurz und blitzartig, über einen längeren Zeitraum oder sogar als Dauerzustand. Meist ist die Ursache klar, so manches Mal aber wird der Auslöser nicht gefunden. Doch warum haben wir überhaupt Schmerzen?

Kopfschmerzen

Erfahren Sie mehr>

Muskelschmerzen

Erfahren Sie mehr>

Regelschmerzen

Erfahren Sie mehr>

Gelenkschmerzen / Arthrose

Erfahren Sie mehr>

Rückenschmerzen

Erfahren Sie mehr>

Erkältung

Erfahren Sie mehr>

Schmerzen bei Kindern

Erfahren Sie mehr>

Der Schmerz als Warnsignal unseres Körpers

Mit Schmerzen macht uns der Körper auf Prozesse aufmerksam, die ihn schädigen können. So ziehen wir zum Beispiel unsere Hand reflexartig zurück, wenn wir auf eine heiße Herdplatte gefasst haben. Oder der Schmerz signalisiert uns, dass eine Krankheit vorliegt, die behandelt werden muss. Schmerzen in ihren vielen Facetten sind zwar unangenehm, aber manchmal lebensnotwendig.

Infografik: Wie das Gehirn auf Schmerzen reagiert

Wie entstehen Schmerzen?

Schmerzen werden entweder durch krankhafte Prozesse im Körper oder äußere Einflüsse ausgelöst. Am Beispiel des „Verbrennens" lassen sich die verschiedenen „Stationen" des Schmerzweges vom Auslöser über die Mittler bis zum Schmerzempfinden gut beschreiben:

1. Nervenzellen erkennen schmerzauslösende Reize und wandeln diese in eine Information um: Schmerzen.
Verbrennen wir uns zum Beispiel an einer Flamme, entstehen an dieser Stelle chemische Reizstoffe. Diese alarmieren kleine „Schadensfühler" am Ende der Nerven. Milliarden von Nervenzellen sorgen dafür, dass dieses chemische Schmerz-Signal in elektrische Impulse umgewandelt und rasend schnell mit bis zu 130 km/h an das Rückenmark und von dort in das Gehirn weitergeleitet wird.

2. Die erste Verarbeitung findet im Rückenmark statt, die ersten Reaktionen sind Reflexe.
Ohne Beteiligung im Gehirns kommt es durch die Steuerung des Rückenmarks innerhalb von Tausendsteln von Sekunden zu Befehlen an die betroffenen Muskeln, Drüsen oder Gefäße in der „Krisenregion". Im Falle unseres Beispiels ziehen wir, ausgelöst durch den Schmerz, reflexartig die Hand von der Flamme zurück.

3. Das Gehirn wertet die Botschaft „Schmerz" aus. Jetzt tut es weh.
Im Rückenmark werden die Schmerzsignale wieder in chemische Botenstoffe umgewandelt. Auf der Leitungsbahn des zentralen Nervensystems gelangen die Signale ins Gehirn. Dort findet in verschiedenen Gehirnregionen, speziell im Thalamus und der Hirnrinde, die Auswertung des Warnsignals statt und es kommt zum bewussten Wahrnehmen und Bewerten des Schmerzsignals. Jetzt erst tut Schmerz bewusst weh. Jeder Mensch empfindet Schmerz unterschiedlich intensiv. Die Schmerzwahrnehmung ist u.a. abhängig von der seelischen Verfassung, Stress und Anspannung. Einige Menschen können die Schmerzwahrnehmung durch Meditation oder Willensanstrengung bewusst steuern.

4. Der Körper reagiert auf den Schmerz und „speichert" ihn
Typischerweise kommt es zeitgleich zum Schmerz zu verschiedenen Veränderungen, wie zum Beispiel steigender Blutdruck, beschleunigter Herzschlag, Schweißausbrüche und Angst. Auch werden Schmerzerfahrungen gelernt und gespeichert - es kann zu einem sog. Schmerzgedächtnis kommen (s. weiter unter).

Akuter oder chronischer Schmerz – ein entscheidender Unterschied

  • Akute Schmerzen
    Sie sind ein Alarmsignal des Körpers und haben als solches eine lebenswichtige Funktion. Um als Warnung verstanden zu werden, sind Schmerzen nur für Sekunden, Minuten oder höchstens wenige Tage nötig.
  • Chronische Schmerzen
    Halten Schmerzen länger an, verlieren sie ihre eigentliche Warnfunktion und werden selbst zu einer Krankheit: dem chronischen Schmerz.
  • Wiederkehrende Schmerzen
    Zwischen akut und chronisch sind die wiederkehrenden Schmerzen angesiedelt. Sie können regelmäßig wie Regelschmerzen bei Menstruationsbeschwerden oder nicht vorhersehbar, zum Beispiel bei einer Migräne auftreten.

Das Schmerzgedächtnis: Die Nerven „merken" sich den Schmerz

Warnung

Auch Nerven haben ein Gedächtnis. Die durch Schmerzen ohnehin strapazierten Nervenzellen verändern ihre Aktivität. Sie „merken" sich die Auslöser der Schmerzimpulse und reagieren immer empfindlicher. So reicht nach einiger Zeit schon ein leichter Reiz aus, um als Schmerz wahrgenommen zu werden. Schmerzen können dann sogar ohne erkennbare Auslöser auftreten. Die chronischen Schmerzen haben sich zu einem eigenständigen Krankheitsbild verselbstständigt. Die frühzeitige Einnahme von Schmerzmitteln kann die Entstehung eines Schmerzgedächtnisses verhindern.

Die häufigsten Schmerzarten

Zu den häufigsten Schmerzarten gehören Kopfschmerzen, unter denen zwei Drittel aller Deutschen leiden. Meist sind es Spannungskopfschmerzen, die durch Stress, Alkohol oder Schlafmangel ausgelöst werden können. Migräne, das sogenannte „Gewitter im Kopf", äußert sich in anfallsartigen, pochenden Schmerzen, oft einhergehend mit Übelkeit, Erbrechen, Lärm-und Lichtempfindlichkeit. Weitere häufige Schmerzarten sind Gelenkschmerzen bei Arthrose, Rückenschmerzen, Regelschmerzen und Schmerzen bei einer Erkältung. Auch Kinder sind häufiger krank und leiden unter Fieber.

Den Schmerz verstehen und behandeln

Die Behandlung mit freiverkäuflichen Medikamenten ist die gängigste Form, leichte bis mäßig starke Schmerzen schnell und zuverlässig in den Griff zu kriegen. Allerdings ist nicht jeder Wirkstoff für jede Schmerztherapie gleichermaßen gut geeignet. Wir von DOLORMIN® verstehen Schmerzen und wollen Ihnen helfen, akute Beschwerden gezielt zu behandeln und den Schmerzkreislauf zu durchbrechen.

Wussten Sie schon...

Endorphine lindern den Schmerz. Bei schweren Verletzungen - zum Beispiel nach einem Unfall - werden körpereigene Stoffe, wie zum Beispiel Endorphine oder Cannabinoide, ausgeschüttet. Sie lindern den Schmerz oder können ihn sogar kurzzeitig völlig „ausschalten" – das erklärt die manchmal beschriebene „übermenschliche" Leistungsfähigkeit von Menschen in Krisensituationen. Erst, nachdem der Körper wieder zur Ruhe gekommen ist, werden wieder weniger Endorphine produziert. Der Schmerz kehrt zurück.