Rückenschmerzen: Symptome erkennen

Rückenschmerzen haben unterschiedliche Symptome, je nachdem, an welcher Stelle im Rücken sie sich bemerkbar machen, wie schnell sie eintreten und wie lange sie anhalten.

Wo genau liegt der Schmerz?

Rückenschmerzen können sich im gesamten Rücken bemerkbar machen. Schmerzen im oberen Rücken, in der Nackenregion, strahlen oft in Schultern, Arme und/oder Hinterkopf aus. Relativ selten kommen Schmerzen im mittleren Rücken, im Bereich der Brustwirbelsäule vor. Rückenschmerzen im unteren Rücken – „Kreuzschmerzen" – dagegen treten am häufigsten auf. Grund hierfür ist, dass  die Lendenwirbelsäule  für Verletzungen und Schädigungen wesentlich anfälliger als die Brustwirbelsäule ist. Bei einem Bandscheibenvorfall sind die Schmerzen besonders stark. Viele Betroffene können sich kaum mehr aufrichten, zudem können Lähmungserscheinungen im Bein auftreten.

Plötzlich oder schleichend auftretende Symptome?

Rückenschmerzen können plötzlich auftreten, etwa nach einer ungünstigen oder ruckartigen Bewegung. Der meist stechende Schmerz schießt plötzlich ein. Dieser schlagartige Schmerz ist typisch für einen Hexenschuss (auch Lumbago oder akutes lokales Lumbalsyndrom). Vielfach sind Rückenschmerzen aber auch die Folge einer Muskelverspannung mit ziehenden leichten bis mittelschweren Schmerzen, die sich im Verlauf aufbauen. Manchmal strahlen sie bis in den Kopf oder in die Beine aus. Einige Betroffene beschreiben auch eine Rückensteifigkeit besonders am Morgen nach dem Aufstehen und/oder eine generelle Einschränkung der Mobilität.

Rückenschmerzen: akut oder chronisch?

Je nach Dauer der Beschwerden wird zwischen akuten und chronischen Rückenschmerzen unterschieden. Als akute Rückenschmerzen bezeichnet man Schmerzen, die zum ersten Mal oder nach mindestens sechs schmerzfreien Monaten auftreten und maximal sechs Wochen anhalten. Die Prognose ist im Allgemeinen gut: Akute Rückenschmerzen bessern sich bei der Mehrzahl der Betroffenen innerhalb weniger Wochen. Chronische oder chronisch wiederkehrende Rückenschmerzen halten länger als drei Monate an. Die Stärke der Schmerzen kann in dieser Zeit variieren – mal sind die Rückenschmerzen schwächer, mal stärker.

Therapeut und Patient

Wann sollten Sie zum Arzt?

In vielen Fällen sind Rückenschmerzen harmlos und können durch gezielte Übungen für den Rücken oder Wirkstoffe, die den Schmerz lindern, wie zum Beispiel Ibuprofen, gelindert werden. Halten die Rückenschmerzen allerdings länger als zwei Wochen an, sollten Sie die Ursachen von Ihrem Arzt abklären lassen. Das gilt insbesondere, wenn Sie zusätzlich zu den Rückenschmerzen auch eines oder mehrere der folgenden Symptome verspüren:

  • Schwächegefühl
  • Taubheitsgefühle in den Beinen oder Armen
  • Kribbeln
  • Lähmungserscheinungen in den Beinen oder Armen
  • Schmerzen in den Beinen oder im Genitalbereich
  • Stuhl oder Urin kann nicht gehalten werden
  • Schmerz verstärkt sich bei Bewegungen, beim Niesen oder Husten
  • Schmerz lässt nicht nach, wenn Sie sich flach hinlegen