Paracetamol

Paracetamol gehört neben Ibuprofen und Acetylsalicylsäure weltweit zu den am häufigsten verwendeten Schmerzmitteln. Das im Allgemeinen gut verträgliche Medikament wird besonders bei Kindern gegen Fieber und Schmerzen eingesetzt.

Vater mit Kind

Anwendungsgebiete / Indikationen

Paracetamol eignet sich zur Behandlung von Fieber und/oder leichten bis mittelschweren Schmerzen mit verschiedenen Ursachen, wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und einer Erkältung. Paracetamol wird häufig zur Fiebersenkung bei Kindern verwendet.

Im Gegensatz zu Ibuprofen und Acetylsalicylsäure zählt Paracetamol jedoch nicht zu den entzündungshemmenden Schmerzmitteln, die beispielsweise in rezeptpflichtigen Dosen bei rheumatischen Erkrankungen Anwendung finden.

Wirkung

Wissenschaftler der schwedischen Universität Lund belegen, dass Paracetamol die Schmerzweiterleitung im Rückenmark hemmt: Paracetamol wirkt zentral in Gehirn und Rückenmark, nicht aber lokal am Ort der Schmerzen und der Entzündung. Daher hat es auch keine entzündungshemmenden Effekte. Die Wirkdauer von Paracetamol beträgt in der rezeptfreien Dosierung ca. 4-6 Stunden.

Nebenwirkungen

Paracetamol ist im Allgemeinen gut verträglich. Durch eine relativ geringe "therapeutische Breite" (gibt Auskunft über die Mindestmenge, die man benötigt, damit das Arzneimittel wirkt und die Menge, bei der mit Überdosierungserscheinungen zu rechnen ist) kann es bei Paracetamol jedoch schneller zu einer Überdosierung kommen als beispielsweise bei Ibuprofen. Überdosierungen können schwere Schädigungen der Leber zur Folge haben. Ebenso wurden in Zusammenhang mit der Einnahme von Paracetamol Hautausschläge beobachtet.

Zu Risiken und Nebenwirkungen sowie Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten fragen Sie am besten Ihren Arzt oder Apotheker. Vollständige Angaben zu Vorsichtsmaßnahmen und Gegenanzeigen finden Sie auch in der Arzneimittel-Gebrauchsinformation.