Triptane

Apothekerin


Triptane sind speziell für Migräniker entwickelt worden. Dabei wirken sie nicht nur gegen die Kopfschmerzen, selbst sondern auch gegen Übelkeit, Erbrechen, Lärm- und Lichtempfindlichkeit.

Anwendungsgebiete/Indikationen

Aufgrund ihres speziellen Wirkmechanismus wirken Triptane nur bei Migräne, nicht aber bei den meisten anderen Kopfschmerzen.

Frau mit Kopfweh

Wirkung

Triptane ähneln dem körpereigenen Botenstoff Serotonin, welcher bei der Migräne-Entstehung eine entscheidende Funktion hat. Bei einer Migräneattacke ist das Gleichgewicht des Serotonin-Haushaltes im Gehirn gestört. Blutgefäße erweitern und entzünden sich, Nerven werden aktiviert.

Triptane verengen gezielt diese erweiterten Blutgefäße der Hirnhaut. Die normale Gefäßweite wird wieder gewonnen und die Entzündung um die Blutgefäße der Hirnhaut bildet sich zurück. Darüber hinaus wird die Weiterleitung des Schmerzsignals an das Schmerzzentrum unterdrückt. Durch ihre gezielte Wirkung können auch die Begleiterscheinungen, die eine Migräne besonders unangenehm machen, bekämpft werden: Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit.

Wirkung Triptane bei Migräne-Attacken

In Deutschland sind innerhalb der Wirkstoffgruppe der Triptane derzeit nur Almotriptan und Naratriptan rezeptfrei erhältlich. 

Almotriptan bindet sich sehr gut an die Bindungsstellen (Rezeptoren) in den Blutgefäßen der Hirnhaut, durch die die spezifische Wirkung bei Migräne gewünscht und erzielt wird. Da es andersherum schlecht an den Bindungsstellen des Herz-Kreislauf-Systems anhaftet, kommt es hier selten zu Nebenwirkungen.

Triptane unterscheiden sich außerdem in der Schnelligkeit ihres Wirkeintritts, ihrer Wirkstärke, und in der Häufigkeit eines Wiederkehrkopfschmerzes. Als schnellstes unter den rezeptfreien Triptanen wird Almotriptan nahrungsunabhängig gut vom Körper aufgenommen und gelangt rasch ins Gehirn, so dass die Wirkung bereits 30 Minuten nach der Einnahme einsetzen kann. Die Gefahr, später unter Wiederkehrkopfschmerz zu leiden, ist bei Almotriptan gering. Werden Triptane direkt zu Beginn einer Attacke eingenommen, besteht eine gute Chance, die Migräne-Attacken deutlich zu verkürzen und die Schmerzen sowie die Begleiterscheinungen schnell zu lindern. 

Darreichung / Dosierung

Die Darreichungsformen der verschiedenen Triptane reichen von Tabletten und Schmelztabletten über Nasensprays und Zäpfchen bis hin zu Injektionen. Die in Deutschland freiverkäuflich erhältlichen Triptane sind in Form von Tabletten käuflich. Oft reicht eine einzige Tablette aus, um den Migräne-Anfall zu stoppen. Fragen Sie dazu am besten Ihren Arzt oder Apotheker.

Nebenwirkungen

Triptane sind im Allgemeinen gut verträglich, Wechselwirkungen mit anderen nicht rezeptpflichtigen Medikamenten sind selten. Weitere Informationen zu Nebenwirkungen finden Sie in der Gebrauchsinformation.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie am besten Ihren Arzt oder Apotheker. Vollständige Angaben zu Vorsichtsmaßnahmen und Gegenanzeigen finden Sie auch in der Arzneimittel-Gebrauchsinformation.